Jānis Jaunsudrabiņš – Lettischer Dichter und Maler im westfälischen Exil

Jānis Jaunsudrabiņš (sprich: Jahnis Jaunsudrabinsch) zählt unbestritten zu den Klassikern der lettischen Literatur. Seine Vorbilder waren, ehe er seinen ganz eigenen Weg gefunden hatte, Knut Hamsun und Gerhart Hauptmann. Gleichzeitig war er ein geschätzter Maler und Graphiker.

Er wurde am 25. August 1877 als Sohn eines Knechtes in Nereta (Nerft) im südlichen Kurzeme (Kurland) geboren, wenige Kilometer von der litauischen Grenze entfernt. Mit zweieinhalb Jahren verlor er seinen Vater. Die Mutter kehrte mit ihm zu ihren Eltern auf den Hof »Riekstiņi« in Nereta zurück. Dort verlebte er eine ärmliche, arbeitsreiche, aber auch erfüllte und meist glückliche Kindheit. Früh schon als Hütejunge und bei anderen Arbeiten auf dem Hof eingesetzt, konnte er erst später als andere Kinder und auch dann nur im Winter die Volksschule besuchen. Seine umfassende Bildung hat er sich lebenslang zumeist als Autodidakt erworben. In 100 Geschichten hat er in Baltā grāmata (Das weiße Buch) seine Kindheit beschrieben und jede Geschichte mit einer Zeichnung illustriert. Unter den zahlreichen literarischen Arbeiten von Jaunsudrabiņš wurde vor allem Baltā grāmata ein echtes Volksbuch für alle Kreise und Altersstufen.

Zeichnung von Jaunsudrabiņš aus “Baltā grāmata”

Es gelang Jaunsudrabiņš, 1896/97 auf der Landwirtschaftsschule in Vecsāti die Ausbildung als Gutsverwalter zu machen und sofort eine Anstellung zu finden. Doch gleichzeitig erschienen erste Gedichte von ihm, und man wurde auch auf seine Malerei aufmerksam. So konnte er bereits 1899 seine Stelle aufgeben und nach Riga ziehen, um dort die Blumsche Zeichenschule zu besuchen. 1901 heiratete er seine Jugendliebe Līze Sproģis; die sehr glückliche Ehe endete 1921 durch den Tod der Frau. Seine erste Deutschlandreise führte ihn 1905 von Januar bis April nach München, wo er die Gemäldesammlungen studierte und den Maler Alexei von Jawlensky aufsuchte.

Wieder zurück in Riga hatte er als Maler und Schriftsteller soviel Erfolg, daß er mit seiner Frau und der 1902 geborenen Tochter Lilija 1908/09 Berlin besuchen und zwei Semester als Meisterschüler bei Lovis Corinth studieren konnte. In den folgenden Jahren stand die Schriftstellerei im Vordergrund. 1911 erschien Aija, der erste Band der gleichnamigen bis heute sehr bekannten Trilogie; der zweite Band Atbalss / Echo erschien 1914, der dritte Band Ziema / Winter 1924. 1914 lag der erste Band von Baltā grāmata als Buch vor; zunächst waren die Geschichten in Zeitungen erschienen. Der zweite Band folgte 1921.

Während des I. Weltkrieges wurde Jaunsudrabiņš mit seiner Familie in den Kaukasus, nach Baku, evakuiert. Bis zu seiner Rückkehr 1918 malte er dort viele Landschaftsbilder, und die neue Welt am Kaspischen Meer lieferte reichen Stoff für dramatische Romane und Erzählungen.

Seit den 20er Jahren war Jaunsudrabiņš der meistgelesene Schriftsteller Lettlands. Insgesamt erschienen von ihm etwa 45 Romane, Erzählungssammlungen und andere Prosa, ferner 12 Dramen und 5 Bände mit Lyrik. – »Hunger und Liebe« sind Grundthemen in seinem Werk. »Oder vielmehr: Er hatte sich von ihnen als Leidender erwählen lassen. Die Menschen in seinen Büchern wissen selbst nicht, wie ihnen geschieht, wenn die Liebe über sie kommt. Aber sie wollen nicht ohne diese Liebe leben. Sie suchen Dauer in ihr und ahnen doch stets ihre Vergänglichkeit.« (Erwin Sylvanus 1967). – Noch umfassender präsent ist bei Jaunsudrabiņš die Natur: als mütterliche Trösterin, als stille, stärkende Gefährtin, aber genauso als alles umformende, nicht beherrschbare dämonische Urkraft.

Jaunsudrabiņš, Selbstportrait um 1925 (aus: Ilustrēts Žurnals 1926, 1).

1924-27 führten ihn große Reisen nach Berlin, Köln, Belgien, die Schweiz, Frankreich, Monte Carlo, dann nach Italien, vor allem nach Capri, wo er den Winter 1926-27 verbrachte.

Jaunsudrabiņš hatte es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht, ohne seine Herkunft zu vergessen. Er bekannte sich, parteipolitisch nicht gebunden, weiterhin zu einem freiheitlichen Sozialismus und hielt nach 1934 Abstand zum Alleinregiment des Kārlis Ulmanis. Als nach dem Hitler-Stalin-Pakt von 1939 die Sowjetunion im Juni 1940 die baltischen Staaten annektierte, glaubte er zunächst ihren Versprechungen, die kulturelle Eigenständigkeit Lettlands zu achten, und trat dem sowjetlettischen Schriftstellerverband bei. Doch die sofort einsetzende Gleichschaltung auf allen Bereichen, vor allem aber die Verhaftungen, Deportationen und Liquidationen der lettischen Intelligenz trieben ihn zur offenen Opposition, so daß er Publikationsverbot erhielt. Nur die Eroberung Lettlands durch deutsche Truppen im Sommer 1941 bewahrte ihn vor Deportation oder noch Schlimmerem. Deshalb sah er sich, als die Sowjetunion seit dem Herbst 1944 Lettland zurückeroberte, zur Flucht gezwungen. Am 1. Oktober verließ er mit seiner Frau Nate (Natālija) sein Haus in Ropaži (Rodenpois). Zunächst wandte er sich nach Riga. Erst dort entschied sich der weitere Fluchtweg: mit einem Flüchtlingsschiff nach Danzig und von dort per Bahn nach Bielefeld, wo die Eltern seines deutschen Schwiegersohnes lebten, die aber kurz vor seiner Ankunft völlig ausgebombt worden waren. Damit begann die Exilzeit von Nate und Jānis Jaunsudrabiņš in Westfalen. In Bielefeld blieben sie nur zwei Tage und zogen am 11.10.1944 zu einer angeheirateten Verwandten nach Bünde, wo sie bis zum 27.7.1945 ein sehr kümmerliches Leben fristeten. Als nach der Kapitulation die englische Besatzungsmacht verfügte, daß in Bünde keine Ausländer mehr beherbergt werden dürften, flohen sie im Morgengrauen weiter in das benachbarte Dorf Werfen, wo sie noch beengter, aber menschlich ungleich besser unterkamen. Doch schon am 29.9.1945 wurden sie zusammen mit anderen lettischen Flüchtlingen auf einem Lastwagen nach Greven in ein DP – (Displaced Persons)-Lager gebracht, das einen ganzen Ortsteil umfaßte, und in dem Ende 1946 2.275 Letten, 1.100 Litauer, 406 Esten und 594 Polen lebten.

Jaunsudrabiņš war im Lager Greven zeitweilig Lehrer für Zeichnen und Kunstgeschichte und redigierte die Literaturseite der Lagerzeitung »Grēvenes Ziņas« (Grevener Nachrichten). Auch seine eigene literarische Arbeit nahm er wieder auf, ergänzt durch in seinem Werk ungewöhnliche Facetten wie Īsa mākslas vēsture (Kleine Kunstgeschichte), gedacht für den Unterricht an lettischen Schulen im Exil. Das eindrucksvollste Zeugnis für den Stellenwert der Literatur bei den geflüchteten Letten wie für ihre besondere Wertschätzung des Werkes von Jaunsudrabiņš ist die große Zahl seiner Arbeiten, die schon 1946-48 bei Exilverlagen in den deutschen Westzonen erschienen sind: mindestens 16.

Im April 1948 gelang es Jaunsudrabiņš, das Lager in Greven zu verlassen und in Körbecke Wohnung zu finden in einem einsam gelegenen Sommerhäuschen am Südufer des Möhnesees, zunächst noch mit zwei weiteren Flüchtlingsparteien und ohne Wasser und Strom; beides erhielt er erst Jahre später. Jaunsudrabiņš hatte dieses von ihm liebevoll Mēnesnīca (Mondscheinhaus) genannte Quartier trotz aller Unzulänglichkeiten gewählt, weil ihn in der Landschaft manches an Lettland erinnerte und weil der Möhnesee mit seinen Zuflüssen ein Anglerparadies zu sein schien. Jaunsudrabiņš war ein passionierter Angler. Eine Angel gehörte zu seinem Fluchtgepäck; mit ihr hat er an allen Exilstationen seine oft dürftigen Mahlzeiten aufgebessert. So wundert es nicht, daß die Angelei und die Liebe zu den Gewässern auch in seinem literarischen Werk ihren Niederschlag gefunden haben.

Jaunsudrabiņš mit dem Fotografen und Freund Jānis Vinters; links das “Mondscheinhaus”, rechts der Garten mit “Lettenzaun”, im Hintergrund der Möhnesee (um 1951, Foto: J. Vinters)

Den Flucht- und Exilweg hat Jaunsudrabiņš in dem autobiographischen Bericht Es stāstu savai sievai (Ich erzähle meiner Frau) beschrieben, der 1951 in einem lettischen Exil-Verlag in Schweden erschienen ist. Der Bericht ist gerade für westfälische Leser außerordentlich interessant, da hier mit ausländischen Augen die letzten Monate des II. Weltkrieges und die schweren ersten Nachkriegsjahre farbig, differenziert und sehr ehrlich geschildert werden. Leider gibt es bis heute keine deutsche Ausgabe; das J.-J.-Archiv besitzt nur eine Rohübersetzung ins Deutsche. In Zeitungen und Sonderdrucken sind einige Auszüge übersetzt erschienen, über das von Bombenteppichen verwüstete Bielefeld, über Greven und den abenteuerlichen Umzug nach Körbecke.

In den ersten Jahren lebte Jaunsudrabiņš in Körbecke sehr zurückgezogen. Er malte (nicht selten auf Bestellung), fischte, richtete zusammen mit Nate einen Nutzgarten ein, den er mit einem selbstgebauten kunstvollen »Lettenzaun« schützte, legte Blumenrabatten an und pflanzte Obstbäume. Er wurde fast nur von seinen lettischen Landsleuten besucht. Ein zentraler Teil seines geistigen Wirkens war die Korrespondenz mit Hunderten von Letten in aller Welt, die in ihm Herz und Hirn des freien Lettland sahen und in ihren Briefen mit allen Nöten und Fragen, Ängsten und Freuden zu ihm kamen und auf vielfache Weise ihre Verehrung und Dankbarkeit äußerten. 1956 hat er in Tā mums iet (So geht es uns) eine kleine Auswahl dieser an ihn gerichteten Briefe veröffentlicht.

Jaunsudrabiņš malt im Freien (um 1955, Foto: J. Vinters)

Auch sonst war er literarisch keineswegs verstummt. Nur wenige Beispiele: Ich erzähle meiner Frau wurde schon erwähnt. 1950/51 erschien die zweibändige Erzählungssammlung Zaļā grāmata (Das Grüne Buch), die zum großen Teil schon in Lettland in Zeitungen publizierte Jugenderinnerungen enthält und lebenszeitlich Baltā grāmata fortsetzt. Seine Autobiographie Mana dzīve (Mein Leben), zuerst 1922 veröffentlicht, wurde neu bearbeitet und bis an die Gegenwart herangeführt; sie erschien 1957. Außerdem entstand eine Reihe von Texten über das Leben am und mit dem Möhnesee.

1952 wurde Jaunsudrabiņš vor seinem 75. Geburtstag in Stockholm vom Internationalen PEN-Club für sein Lebenswerk geehrt. Der Grundtenor aller Reden war: »Ein Waisenkind aus dem Knechtsstand hat das Schicksal besiegt und ist unter die Adligen der Geschichte der lettischen Literatur eingegangen« (Jānis Rudzītis 1952). Eine anstrengende Reise zu Landsleuten in sieben schwedischen Städten schloß sich an.

Die Bemühungen, sein Werk dem deutschsprachigen Leser zu vermitteln, reichen weit in die Vorkriegszeit zurück: bereits 1922 erschien in dem angesehenen Verlag Gulbis in Riga der erste Band der Aija-Trilogie in deutscher Übersetzung; 1924 im gleichen Verlag die Anthologie Lettische Lyrik mit 8 Gedichten von J., und ab 1928 konnte man auch in Deutschland gelegentlich Texte von ihm lesen, z.B. die Erzählung Johannistag aus Baltā grāmata in der Bielefelder Ausgabe der sozialdemokratischen Zeitung »Die Volkswacht«. Übersetzer dieser Geschichte war sein Schwiegersohn W. Stöppler. Nach dem Kriege lebten Lilija und Willy Stöppler in Bielefeld. Stöppler hatte gute Beziehungen zur Bielefelder »Freien Presse«. Deshalb sind dort von 1949-1954 immer wieder übersetzte Erzählungen von Jaunsudrabiņš erschienen, aus Baltā grāmata und anderen Sammlungen bis zu Texten vom Möhnesee. 1950 stand in der »Freien Presse« auch der erste Artikel, der Jaunsudrabiņš dem deutschen Leser vorstellte.

Gäste bei der Geburtstagsfeier 1955. Sitzend von links nach rechts: R. Ittermann, Nate J., J.J.; stehend von links nach rechts: W. Stöppler, E. Sylvanus, E. Ittermann, ital. Journalistin, halb verdeckt: E. Tuch, Lilija Stöppler-Jaunsudrabins, D. Riepenhausen, H. Tuch, I. Bacher, H. D. Schwarze

Seit etwa 1952 entwickelten sich zunehmend Kontakte zu deutschen Künstlern, Literaten und Journalisten der Region und zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster. Mit Clemens Herbermann, dem Begründer und langjährigen Leiter des »Westfalenspiegels«, verband ihn eine echte Freundschaft. Der Schriftsteller Erwin Sylvanus besuchte Jaunsudrabiņš im Mondscheinhaus und hat über diese Begegnung im »Westfalenspiegel« 1955 einen sehr persönlichen Essay veröffentlicht, der Zeugnis ablegt von dem prägenden Eindruck dieses Besuches. Noch 1967, anläßlich des 90. Geburts- und des 5. Todestages von Jaunsudrabiņš, hat Sylvanus ihn in einem Fernsehbeitrag und in der Presse eingehend gewürdigt.

Der Verbindung zu Herbermann und Landesrat Paasch hatte es J. zu verdanken, daß er 1955 zum 1. Westfälischen Dichtertag nach Marl eingeladen wurde und auch 1956 nach Schmallenberg, wo es über den Heimatbegriff zu sehr kontroversen Diskussionen kam, in die auch J. eingriff. Für ihn war Heimat entschieden mehr als ein Verwaltungsbegriff.

Vom deutschen Freundeskreis, der nach Alter und politischer Ausrichtung sehr verschieden war, seien hier noch einige weitere Literaten und Journalisten genannt: der Forstmann und Schriftsteller Hannes Tuch, Josefa Behrens-Totenohl, einige Jahre auch Hans Dieter Schwarze, unter den Journalisten vor allem Albert Dalhoff und Friedhelm Kayser. Sie sorgten dafür, daß von J. in Tageszeitungen wie der »Westfalenpost«, dem »Soester Anzeiger« oder dem »Hellweger Anzeiger«, aber auch in Zeitschriften und Heimatkalendern immer wieder Texte zu lesen waren. Genauso wichtig waren die sehr ausführlichen und engagierten Berichte über ihn, die uns noch heute etwas von seiner besonderen Ausstrahlung vermitteln können. Sie stammten auch von Journalisten, die nicht zum engeren Kreis zählten. Vor diesem Hintergrund ist es besonders bitter, daß es weder J. noch seinen Freunden gelungen ist, einen Roman oder eine Erzählungssammlung in deutscher Sprache als Buch erscheinen zu lassen. Ablehnungsgrund der Verlage war durchweg die mangelnde Qualität der eingereichten Übersetzungen. – Gleichzeitig erreichte sein Werk in Sowjet-Lettland, nachdem es seit 1957 dort wieder gedruckt werden konnte, sehr hohe Auflagen. Das Autorenhonorar durfte aber nur in Lettland verbraucht werden. Wäre J. der mehrfachen Aufforderung zurückzukehren, gefolgt, hätte er in der Heimat als »Rubelmillionär« leben können. Er wählte aber die Freiheit am Möhnesee, auch um den Preis relativer Armut.

Am 28.8.1962 starb J. im Soester Marienspital, nachdem er drei Tage vorher dort noch in voller geistiger Präsenz seinen 85. Geburtstag gefeiert hatte. – Seine Trauerfeier auf dem Körbecker Friedhof zog sich über Stunden hin; zu den deutschen Rednern zählte auch Clemens Herbermann. Seitdem haben sich Letten und Deutsche immer wieder im Gedenken an J. getroffen und auch einiges von ihm und über ihn publiziert.

Das 1967 errichtete Grabmal auf dem Körbecker Friedhof mit der Jaunsudrabins-Büste von R. Ittermann (Aufnahme 2002).

Nachdem die baltischen Staaten seit 1991 wieder frei waren, wurden im September 1997 die Särge von J. und seiner Tochter Lilija (gest. 13.12.1967) und die Urne seiner Frau Natālija (gest. 7.6.1976) nach Lettland überführt und nach einem feierlichen Totenamt, das der evang.-lutherische Erzbischof in Anwesenheit des Staatspräsidenten im Dom zu Riga zelebrierte, am 13.9. in Nereta beigesetzt.

Jaunsudrabiņš an der Schreibmaschine (1954, Foto: J. Vinters). Das Arbeitszimmer ist heute im Jānis-Jaunsudrabiņš-Museum in Münster zu sehen.

In Nereta ist der Hof »Riekstiņi«, auf dem J. seine Kindheit verlebte, seit langem Museum, und auch im Schriftstellermuseum im Schloß zu Riga hat J. seinen Platz. In Westfalen erinnert eine Gedenkstube im Alten Fachwerkhaus Stockebrand in Körbecke an ihn, vor allem aber im Lettischen Centrum Münster das Jānis-Jaunsudrabiņš-Museum (mit dem nachgebauten Arbeitszimmer aus dem Mondscheinhaus) und das angeschlossene Jānis-Jaunsudrabiņš-Archiv. J. selbst hat den Lettischen Presseverein in Deutschland zum Nacherben eingesetzt, der Museum und Archiv in Münster bis heute betreut. Der Geschäftsführer des Pressevereins, Herr Alberts Sproģis, hat durch seine stetige Mithilfe und großzügige Gewährung von Leihgaben diese Ausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek erst möglich gemacht. Dafür sei ihm herzlich gedankt!

Jānis Jaunsudrabiņš hat in seiner Exilzeit zusammen mit dem Kreis seiner westfälischen Anhänger auf überzeugende Weise lettisch-deutsche Gemeinsamkeit und europäische Integration vorgelebt, als dies noch die große Ausnahme war.

Wolfhard Raub

Jānis Jaunsudrabiņš in Körbecke. Nach einer Aufnahme von. J. Vinters (um 1958)

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